Leipzig: Kräfte bündeln „Sportfamilie hilft“

Zusammenhalt und Zugkraft können in dieser weiter belastenden Zeit nie üppig genug sein. Aber auch schon ein längeres Telefonat mit der älteren Dame oder dem betagten Herrn tut der Seele gut. Der Spielball wurde in der Sportstadt Leipzig längst aufgenommen und soll in der aktuellen Pandemie weiter für soziale Zwecke punkten.

„Es geht um Unterstützung in vielerlei Hinsicht. Dabei können wir mit unserem Netzwerk einiges für unsere älteren Mitmenschen organisieren oder anderweitig helfen. Dafür bringe ich mich gern ein“, sagte der zweifache Bahnrad-Olympiasieger Jens Lehmann (53), Bundestagsabgeordneter und staatlich geprüfter Erzieher gestern zum Auftakt der von seinem Verein SC DHfK initiierten Aktion „Sportfamilie hilft“ bei der Städtischen Altenpflegeheime (SAH) gGmbH. Konkret wird Hilfe bei Corona-Tests und der Koordination von Besuchern gebraucht.

(Bild v. l.): Jens Lehmann, Bernd Merbitz, Nathalie Herdin und Stefan Eckner

Vorausgegangen war ein Schreiben an die Mitgliederschaft und den Mitarbeiterstab der grün-weißen Sportfamilie – mit der Bitte, sich ehrenamtlich oder im Rahmen eines Minijobs bei den Pflegeeinrichtungen zu engagieren. „Mit der Vermittlung von Helfern möchten wir einen kleinen Teil dazu beitragen, den Alltag in Pflegeeinrichtungen zu verbessern und das Personal zu entlasten“, erklärte DHfK-Präsident Bernd Merbitz.

Bislang meldeten sich bereits über 20 Interessierte aus verschiedenen Bereichen, die ihre Mitarbeit signalisierten. „Es ist schön zu sehen, dass Menschen, die gerade nicht ihrem Beruf oder Hobby nachgehen können, sich gemeinsam mit uns als Sportfamilie engagieren.“ Auch Nathalie Herdin, Studentin der Sportwissenschaft an der Uni Leipzig, zögerte nach dem E-Mail-Aufruf nicht lange. Die 25-Jährige ist neben ihrem Studium seit einem Jahr als Übungsleiterin im Bereich Reha und Prävention beim SC DHfK aktiv. „Da wir dort coronabedingt aktuell leider keine Kurse geben können, freue ich mich, an anderer Stelle helfen zu können. Durch die Semesterferien bin ich auch zeitlich sehr flexibel.“

SAH-Geschäftsführer Stefan Eckner zeigt sich dankbar für die Unterstützung: „Unsere Personalkräfte sind durch die hohen Auflagen der Corona-Schutzverordnung sowie die erhöhten Hygieneauflagen und Corona-Tests stark belastet. Zusätzliche externe Helfer zu akquirieren, gestaltet sich aber als nicht so einfach. Deshalb freuen wir uns über die Hilfe des SC DHfK und allen, die uns an unseren zehn Standorten in Leipzig unterstützen möchten.“

Auszug aus der Leipziger Volkszeitung, Autorin: Kerstin Förster, vom 16.02.2021

2021-03-17T18:35:46+00:00