Hanau: Lob für die palliative Versorgungeinrichtung

„Was hier geleistet wird und wie es hier läuft, ist schon toll.“ Ein größeres Lob hätten die Pflegefachkräfte der Palliativ-Oase im Wohnstift in Hanau nicht erhalten können. Dass dies ausgerechnet von Claus Fussek, dem bekanntesten Pflegekritiker Deutschlands kam, der bei einem Besuch in Hanau zusammen mit Geschäftsführer Dieter Bien und Einrichtungsleiter Stephan Hemberger die Einrichtung besichtigte, untermauert das Lob im Besonderen. Seit über dreißig Jahren deckt Claus Fussek Missstände der Branche auf, kämpft gegen das System. Und seit vielen Jahren dreht sich sein Kampf auch um die Verbesserung der palliativen Versorgung in den Pflegeinrichtungen. In jeder Pflegeinrichtung müsste auch eine palliative Versorgung gewährleistet sein, so sein Credo und seine Forderung. Die Politik müsse dafür die gesetzlichen Voraussetzungen schaffen.

Im Wohnstift in Hanau hat Claus Fussek mit der Palliativ-Oase allerdings eine Einrichtung vorgefunden, die seinen Vorstellungen zur palliativen Versorgung entspricht. Die Versorgung schwerstkranker und schwerstpflegebedürftiger Menschen ist seit Januar 2016 in der Palliativ-Oase mit 13 Plätzen möglich. Allerdings sind auch hier die finanziellen Voraussetzungen durch die Pflegekassen immer noch nicht geschaffen worden. Der Main-Kinzig-Kreis und der Förderverein Palliative Patienten-Hilfe ermöglichen die gegenüber den „normalen“ Pflegeheimen umfangreichere Versorgung der Menschen. Damit war Claus Fussek wieder in seinem Element. „Wir müssen in der Pflege offen für die älteren Menschen kämpfen, wobei sich Deutschlands schärfster Pflegekritiker bewusst war, dass dies schwierig ist, weil Angehörige und Mitarbeiter in den Pflegeheimen die Probleme in der Pflege an ihn zwar herantragen, „meist verbunden aber mit der Bitte ohne ihren Namen zu nennen, was die öffentliche Darstellung natürlich erschwert“.

Apropos Mitarbeiterinnen: „Mir ist aufgefallen, dass die Mitarbeiterinnen in der Palliativ-Oase im Wohnstift in Hanau den Bewohnern sehr freundlich, mit viel Liebe und großer Herzlichkeit begegnen“, so Fussek nach seinem Besuch. Kritik kann manchmal ja auch positiv sein.

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2018-11-01T19:08:31+00:00