Qualitätsgeminderte Parallelstrukturen

 Versteckt in dem „Gesetz für schnellere Termine und bessere Versorgung“ (TSVG) plant die Bundesregierung, künftig neben den ambulanten Pflegediensten zusätzlich Betreuungsdienste zu etablieren, die „pflegerische Betreuungsleistungen“ anbieten.

Der Bundesverband der kommunalen Senioren- und Behinderteneinrichtungen e.V. (BKSB) sieht erhebliche Qualitätsrisiken. „Bei der vorgesehenen noch unklaren Aufgabenstellung von Betreuungsdiensten wird nicht sichergestellt, dass deren Beschäftigte über eine für Körperpflege ausreichende Qualifikation verfügen. Es muss unbedingt klargestellt werden, welche Unterstützungsleistungen die neuen Dienste ausführen dürfen.“, so Otto B. Ludorff, Vorsitzender des BKSB.

Der Verband sieht die Gefahr, dass sich zu den qualitätsgesicherten ambulanten Angeboten „qualitätsgeminderte Parallelstrukturen“ auch im Bereich der Körper- und Behandlungspflege entwickeln und auf Dauer etablieren.

„Betreuungskräfte dürfen Körper- und Behandlungspflege nicht einfach kurz miterledigen, nur weil sie gerade schon mal da sind. Der vorliegende Gesetzesentwurf ist neben der generalistischen Pflegeausbildung ein weiterer Baustein zur Entprofessionalisierung der Pflege.“, so Ludorff abschließend.

Der Bundesverband des kommunalen Senioren- und Behinderteneinrichtungen e.V. (BKSB) mit seiner Dachmarke „Die Kommunalen“ ist Mitglied im Bündnis für Altenpflege und vertritt die Interessen von 230 Pflegeeinrichtungen mit 18.000 Plätzen in ganz Deutschland.

 

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2018-09-05T11:39:29+00:00